Capoeira – Kampf oder Tanz?

Wenn ihr an Weihnachten nicht in die Sonne könnt, holt die Sonne einfach zu euch. Wie? Indem ihr in einer Capoeira Stunde ein wenig brasilianisch-afrikanischen Rhythmus durch euer Blut fließen lasst.

Womit wir auch schon bei der Anfangsfrage wären: Ist Capoeira jetzt ein Kampf oder ein Tanz? So richtig deutlich sind die Antworten auf diese Frage meistens nicht.
Deshalb scheint sich vielerorts die Bezeichnung Kampftanz als Kompromiss eingebürgert zu haben. Kampfkunst ist auch noch häufig zu finden aber Kampfsport eher selten.

Die Ursprünge der Capoeira liegen wahrscheinlich im afrikanischen Zebratanz, dem NiGolo. Dieser wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von afrikanischen Sklaven praktiziert und zur ersten Form der Capoeira, der Capoeira Angola, weiterentwickelt. Im Laufe der Zeit entstand dann durch Einflüsse wie dem Jiu Jitsu oder dem Ringen die moderne Capoeira Regional.

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Das Besondere an Capoeira als Kampfkunst ist, dass Technik und Kraft nicht immer darüber entscheiden, wer einen Kampf oder ein Spiel, wie Capoeiristas oft sagen, gewinnt. Zwar ist in alten Schriften hinterlegt, dass die Grundelemente täglich zu üben seien, allerdings sind die Raffinesse und List des Kämpfers mindestens ebenso wichtig. Die Devise: Täusche deinen Partner und lass nie offen sehen, was du kannst oder weißt!

Bekannt ist Capoeira für ihre akrobatischen Elemente, die häufig eine Menge Flexibilität, Kraft und Kontrolle erfordern. Wenn man sich aber zum ersten Mal in die Roda, den Kreis in dem die Kämpfe stattfinden, begibt, kann man es erstmal ein wenig ruhiger angehen lassen. Zu allererst werdet ihr die Ginga lernen, die Grundbewegung der Capoeira. Die Ginga wird im Laufe der Zeit so etwas wie euer Rhythmus und die absolute Bewegungsleitlinie von der aus alle weiteren Elemente, auch die akrobatischen, ausgeführt werden.

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Festgelegte Regeln gibt es in der Capoeira interessanterweise keine. Nicht, dass hier wild aufeinander eingedroschen wird, es gibt nur kein in Schrift gefasstes Regelbuch. Stattdessen werden die Regeln seit Generationen mündlich überliefert. Die Grundidee: Man muss die Regeln am eigenen Leibe erfahren, weshalb sie auch als normative Regeln bezeichnet werden.
Keine Angst also, ihr solltet die Stunde unbeschadet überstehen!

Gekämpft oder gespielt wir übrigens immer in der Roda, was Portugiesisch ist und so viel wie Kreis oder Runde bedeutet. Alle Capoeiristas stehen im Kreis und begleiten die Berimbau-Spieler klatschend und singend. Berimbaus sind die Haupt-Instrumente, die ihr in jeder Capoeira Runde wiederfinden werdet und die den Rhythmus des Spiels angeben. Sie leiten die Runde quasi.

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Roda
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Berimbau

Zwischen Musik, Gruppengefühl und Bewegung ist Capoeira also eine tolle Möglichkeit euch auf spielerische Weise sportlich zu betätigen ohne dabei ins Gym gehen zu müssen. Tanz, Cardio, Flexibilität und Kraft in einem und wer weiß, vielleicht ja eure neue Leidenschaft für 2017!

Mit OneFit in Köln könnt ihr an allen Kursen des Andarilhos Capoeira und den Capoeira Kursen im SORRISO Sport & Tanz.

Viel Spaß dabei,
Euer OneFit Team

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