Von hibbelig aufgekratzt auf ruhig und entspannt in 90 min

Ein Steckbrief und 10 Fragen – Heute mit Susanne Franken vom Iyengar YOGARAUM Köln

Susanne ist studierte Textil-Designerin und seit 6 Jahren stolze Inhaberin des Iyengar YOGARAUMS an der Mainzer Straße. Sie trinkt gerne Vata Tee und wenn sie kann fährt sie am liebsten nach Portugal zum Wandern in den Urlaub. Ihr liebstes Training ist Iyengar Yoga und wenn sie so richtig entspannen will macht sie das auch mit Yoga, Faulenzen oder Gitarre spielen.

Hier unsere 10 Fragen an Susannebig_36970000_0_350-311

1. Wie sah dein erster Kontakt mit Yoga aus?
Volkshochschulkurs 1984.

2. Wie hast du dich danach gefühlt?
Super! Von hibbelig aufgekratzt auf ruhig und entspannt in 90 min.

3. War Yoga zu der Zeit was für Hippies und Aussteiger?
Ja, in meiner Generation vereinzelt. Die Mehrheit in den Yogakursen und auch in der Yogalehrer Ausbildung war damals weitaus älter als ich, meist Frauen, die schon Beruf und Familie hatten.

4. Wie fand deine Mutter deinen Plan Yogalehrerin zu werden?
Gut. Sie merkte, dass die Yogapraxis mich wesentlich ausgeglichener werden ließ und das war nötig und wurde gerne unterstützt. Allerdings war die Yogalehrerausbildung damals nicht als Hauptberuf gedacht. Es wurde sogar vom BDY (dem Berufsverband deutscher Yogalehrer, bei dem ich meine erste Ausbildung machte,) verlangt, dass man sein Geld durch einen Hauptberuf verdienen konnte. Yoga sollte eher Berufung sein, es ging nicht ums Geld verdienen, man sollte unabhängig sein und nicht gezwungen, sich womöglich anzubiedern, um viele Schüler zu haben.

5. Wieso Iyengar Yoga?
Iyengar Yoga gab mir das Hintergrundwissen und die Techniken, die ich brauchte, um mit mir selbst und dann auch mit meinen Teilnehmern so zu arbeiten, dass ungünstige Haltungsmuster wirklich verändert werden können, der Atem befreit wird und sich damit auch tiefere, innere Veränderungen ergeben können.

6. Freust du dich über den Yoga-Boom der letzten Jahre?
Ja, es ist toll, wenn möglichst viele Menschen Yoga machen! Und noch schöner ist es, wenn sie Yoga in ihren Alltag integrieren. Dann führt Yoga zu mehr Zentriertheit, weniger Konflikten mit anderen und der Fähigkeit kraftvoller, entschlossener und friedlicher zu handeln.

7. Bitte vervollständige folgenden Satz: Eine gute Yogastunde ist, wenn…
…du aus dem Kopf heraus und in den Körper hinein gefunden hast. Eine noch bessere Yogastunde war es, wenn daraus mehr innere Klarheit und Sammlung entstanden ist und du deine tiefe Verbindung mit Allem spüren konntest.

8. Welches Missverständnis über Yoga ärgert dich?
Wenn ein so altes, umfassendes Lebens- und Übungskonzept mit anderen, neuen Techniken auf eine Stufe gestellt wird, so dass die Tiefe des Yogaweges für neu Interessierte nicht mehr erkennbar ist.

9. Was magst du am Unterrichten?
Dass es sinnvoll ist, dass es Positives bewirkt. Vielleicht einfach nur etwas Entspannung, vielleicht eine bessere Haltung oder weniger Schmerzen. Und Teilnehmer, die sich intensiver einbringen, profitieren für ihre gesamte Lebenshaltung, ebenso wie ich mir ein Leben ohne Yoga nicht vorstellen kann.

10. Würdest du wieder Iyengar Yogalehrerin werden?
Unbedingt!

Vielen Dank für das nette Gespräch und bis zum nächsten Mal!

P.S. an alle Leser: Unbedingt hingehen!!

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